Der braune Rand der Tierrechtsbewegung:

Zur Unterwanderung durch Neonazis und rechtslastige Psychokulte

Seit geraumer Zeit versuchen Neonazis, in der Tierrechts- und Veganszene Fuß zu fassen. Sie tauchen auf Aktionstagen und Demos auf, verteilen Flugblätter, lassen sich in ihren Publikationsorganen zu entsprechenden Themen aus. Die Zielrichtung ist klar: mit Tierschutzrhetorik konnte schon einmal Sympathie quer durch sämtliche Bevölkerungsschichten gewonnen und insofern verdeckte Propagandaarbeit geleistet werden. Tierschutz spielte eine wesentliche Rolle in der verlautbarten Werteordnung des Nationalsozialismus: eine vorgegebene “Barmherzigkeit gegen Tiere“, mit der, wie Max Horkheimer später schrieb, der “Koloß des faschistischen Schlächters“ seinen Haß gegen Menschen zu verkleiden wußte.

Als “nützliche Idioten” der Neurechten erweisen sich insofern Figuren wie Barbara Rütting, Stefan Eck oder Helmut Kaplan mit ihrer indifferent-kritiklosen Haltung der rechtslastigen Neuoffenbarungsgemeinschaft “Universelles Leben” gegenüber, die, ähnlich wie die Neonazis, Einfluß innerhalb der Tierrechtsszene zu gewinnen sucht. Das dem “UL” gegenüber hochgehaltene Motto “Hauptsache für die Tiere” eröffnet eine grundsätzliche Zusammenarbeit auch mit Neonazis. Es reicht, wenn diese sich irgendein Tierschutzetikett auf die Glatze kleben - Schächtgegner, Tierversuchsgegner etc. -, um von Rütting&Co an die Brust gedrückt zu werden.