Über die Notwendigkeit eines abolitionistischen Ansatzes
von Günther Rogausch
Die These, die im Vortrag vertreten wird, ist die, dass die „Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung“, die sich formiert hat, den Speziesismus nicht destabilisiert. Innerhalb der Bewegung ist die Ansicht, dass Tierschutzreformen hinsichtlich des Ziels, Tierausbeutung und -mord abzuschaffen, hilfreich oder auch – angesichts des Tierleids – geboten sind, weit verbreitet. Oberflächlich betrachtet mag diese (wie erläutert werden wird) Kontraproduktivität nur als ein Problem von großen Vereinen wie z.B. PeTA angesehen werden. Doch auch die Kampagnen der sog. Basisbewegung – die (durchaus selbst-)kritisch betrachtet werden sollen – wirken oft nicht in einem abolitionistischen Sinne, was nicht zuletzt an ihrer Konzeption liegt, daran dass Speziesismus nicht als Ideologie angegangen wird.